… weil wir es uns wert sind!

Intermezzo? Lecker! Und der Nachgeschmack?

Posted in Zwischenspiel by Nicole on 14. August 2009

Statt an der Ostsee mit A. war ich eine Woche in Berlin. Ich hatte spontan in einem anderen öffentlichen Chat (auf dem gleichen Server jedoch, also war einigen vertraut, was passiert ist) gefragt, wer denn in der Woche Zeit hätte, und ein ganz lieber junger Mann hatte gemeint, eigentlich hätte er schon Besuch, aber ich könne ruhig kommen…
Cut, Vorgeschichte: G. und ich hatten, seit ich den neuen Channel betreten hatte, öfter gechattet. Wir verstanden uns sehr gut und ich musste nach einigen Tagen schrecklich zurückrudern, weil er sich viel zu viel von meinem Besuch erhoffte. Ehrlich gesagt, er schien ein wenig verschossen in mich und ich ruderte weit zurück.
Nun denn, wir hatten ein kleines Chattertreffen (CT) in Berlin bei ihm, in dem er (und ich) einige neue Leute kennen lernte und ich unter anderem M. wieder traf (ich hatte ihn bei der Leipziger Buchmesse kennengelernt und ihm später im Chat versprochen, Kuscheln wäre drin).

Der Tag alleine mit G. (ich war bereits am Dienstag dort) war angenehm, ich durfte Wii zocken (ich als nicht-Zockerin-weil-Geldmangel! *_*), wir haben ein bisschen gekuschelt, alles schön. Auch abends. Bis er mehr wollte. Und meine Güte, es war ein One-Night-Stand, ich hab nicht viel drauf gegeben. Er ist ein toller Mann, aber als Freund. Allein vom Aussehen nicht mein Typ, er ist – sorry – dick. Anyway, am nächsten Tag haben wir M. vom Bahnhof abgeholt, war lustig mit ihm. Wir haben Pi-Chan und Karasuko, ebenfalls zwei Leute aus dem Chat, zum frühen Abend eingeladen, sie kommen beide aus Berlin. Zu viert Mario Kart auf der Wii zocken rockt! =)

So, ich muss dann mal eben meine Aussage korrigieren, es war ein Two-Nights-Stand. Während M. im gleichen Zimmer schlief.
Ich glaube, das war ein großer Fehler. Seit dieser Nacht nämlich nannte er mich “mein kleiner Schatz” und “eine Kleine” Schluck. Der Typ ist in mich verschossen, verdammt! Wir haben am Donnerstag seinen eigentlichen Besuch empfangen, Katara. Weil sie abends auf Gs Matratze schlafen sollte, war kuscheln sowieso nicht drin. Denkste. M. kam an und sagte, ich hätte es versprochen. Argh! Ich wollte G. ja nicht wehtun. Aber nun ja…

Am nächsten Morgen schrieb ich G. (der bei einem Kundentermin war) eine kurze Nachricht und er gestand, auch wenn es “vermessen” sei, er habe immer wieder rübergeschielt und sich dabei erwischt, prüfend zu schauen, ob M. mir nicht zu nahe käme. Da habe ich den Salat.
Den Rest meines letzten Tages habe ich versucht, das Arschloch zu sein. Beziehungsweise … ich versuchte, ihm ein bisschen Nähe zu geben, und gleichzeitig genug Arschloch zu sein, um ihm klarzumachen, dass daraus nichts wird, dass er sich keine Hoffnungen machen soll. Ist mir nur halb gelungen. Die Enttäuschung war da. Die Hoffnung auch. Immer noch. Obwohl ich so schrecklich oft mit M. gekuschelt habe.

Ich genieße seine Gegenwart sehr, auch das Kuscheln mit ihm ist schön. Aber das wars, das muss ich ihm wohl noch öfter sagen.
Jetzt habe ich mir M. eingeladen, eigentlich zum Wochenende, aber er ist schon Mittwochnachmittag gekommen. Fast eine Woche kuscheln! Seufz. Träum. Es ist schön. Das Kuscheln wurde bisher von Nacht zu Nacht intensiver, ich bin gespannt, was noch so läuft.

G. war verletzt. Er sagte zwar “Wir haben uns gegenüber keine Verpflichtung, meine Kleine, hab deinen Spaß und lenk dich ab”, aber mal ehrlich … wer von uns hätte das nicht gesagt?

Es ist alles ein Intermezzo. Mit G. wird nichts laufen und höchstwahrscheinlich auch mit M. nichts, weil wir beziehungstechnisch wohl nicht funktionieren würden. Beide wissen voneinander. Und dass ich Single bin, heißt nicht, dass ich alleine sein muss, oder? Ich habe G. nur beim Sex geküsst, alles andere fühlt sich falsch an. Aber er wünscht sich solche kleinen, zärtlichen Berührungen, die ich nur in einer Beziehung geben kann.
Ich möchte G. gerne nächstes Wochenende besuchen. Um ihm ein bisschen Ablenkung zu schenken, ihm ein wenig Nähe zu schenken. Weil ich mich bei ihm entspannen kann (und Wii zocken) und Ablenkung finde.
Ich habe ihm sehr klar gesagt, dass wir nicht zusammen sind. Ich habe ihm gesagt, was ich ihm nicht geben kann und werde. Aber … ich habe ein wenig Angst.

Was meint ihr, was soll ich tun?

flames to dust

Posted in Endspiel by Nicole on 12. August 2009

Ich habe lange nicht mehr für den Lebkuchenmann geschrieben. Dabei ist männertechnisch gesehen so viel bei mir passiert!

Wir fangen von vorne an und beginnen, auch wenn es weh tut, noch einmal bei A.
Mitte Juni bekam ich das plötzliche Bedürfnis, von A. und S. eine ehrliche Antwort zu bekommen, was ihre Freundschaft (?) betrifft. Und A. kam auf die Idee, sehr genervt zu reagieren. Höhepunkte? Ja. “Geh dich ritzen, häng dich auf, du bist mir SCHEIßegal”. Dankeschön, tat weh.

Nachdem er mich einige Tage ignoriert hatte (und nebenbei auch sagte, er würde nie wieder etwas von mir hören, sehen oder lesen wollen), schrieb er mir bei Animexx, ich solle mit ihm reden und nicht mit anderen. Er sprach ganz groß von Ehrlichkeit, Vertrauen, Respekt, dass er mir entgegenkommen wolle, das aber nicht tun könne, wenn ich hinter seinem Rücken aktiv sei und Gerüchte verbreite. Etwa eine Woche später war er (obwohl wir ja keine realen Treffen vereinbart hatten, um diese ständige Anziehungskraft zwischen uns “loszuwerden”) kurz bei mir. Resi kanns bezeugen: er kraulte und streichelte mich und am Ende küsste er mich sogar! Was zum … ?!

Noch zwei Tage später chatteten wir einmal wieder, nachdem ich tagelang das Gefühl hatte, es wäre ihm unangenehm oder er hätte mir nichts zu sagen… Was reißt er? “Ich muss gehen, hab n Date.”
Wie bitte, was?
Und der Kerl tritt das im öffentlichen Chat so breit, dass selbst S., die ihn liebt (!), am Boden zerstört ist. Sorry, da war Solidarität angesagt. Ich erzählte S. so einige Punkte, in denen er sie belogen hatte. Dass wir noch Sex hatten, zum Beispiel, wie er mich küsste, was für Affären er hatte, und sie war so enttäuscht von ihm, weil sie glaubte, er würde ihr alles erzählen (zur Erinnerung: sie ist 14), dass sie ihn schrecklich beleidigte, als er vom Date wiederkam. Diese Freundschaft habe ich also erfolgreich zerstört.

Jetzt werden wir nie wieder Kontakt haben.

Nein, wartet.
Im Roman “Anleitung zum Entlieben” heißt es, Männer seien wie Alkohol. Man könne sich nicht entwöhnen, indem man “nie wieder” sagt. Es heißt … “heute nicht”.

A. und ich werden heute keinen Kontakt haben.

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Nein, es sollte wohl wirklich nicht sein.

Posted in Endspiel by Resi on 11. August 2009

Mit O. ist es vorbei. Vor etwas mehr als zwei Wochen habe ich Schluss gemacht. (Das Wie hat mir allerdings ehrlich leid getan, das hätte nicht so sein sollen.) Er hat sich in “unserer” letzten Woche irgendwann gar nicht mehr gemeldet, hat mir fünf Tage am Stück nicht geantwortet, und das war dann für mich der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.
Ich habe ihn mehrmals um ein Treffen gebeten, vor allem, um endlich das klärende Gespräch zu führen. Aber ich habe – wie erwähnt – keine Antwort mehr bekommen. Da habe ich ihm per SMS meinen Entschluss mitgeteilt. Und danach noch einmal, etwas länger, per E-Mail, um zumindest MEINE Überlegungen und Gefühle klar zu machen. (Ich habe mich gleich in der E-Mail für das Wie entschuldigt. Das wollte ich wirklich nicht so …)
Und auch darauf hat er nicht reagiert. Kein Anruf, keine SMS, keine E-Mail, nicht eine wunzig-kurze Zeile, kein “ich geb dir ja eigentlich recht”, weder “ich will dich nicht verlieren” noch “wir haben einfach nicht zusammen gepasst”, nichts, nada, niente. Und DAS ist einfach nur arschig und unfair! Und es hat mich wieder zum Heulen gebracht, dieses Mal allerdings nicht mehr so lange. Ich habe, als ich bei Nici war, jeden Abend vor dem Einschlafen und jeden Morgen vor dem Aufstehen an ihn gedacht. Mal positiv (“Vielleicht überlegt er sich das Ganze nochmal.”), aber zunehmend negativ – und realistisch. Er will einfach nichts von mir. Punkt.
Und er ist ein feiges A****loch, dass er mir das nicht mal sagen kann!
Er ist es nicht wert, dass ich um ihn weine. Absolut nicht.

Mir geht’s wieder gut. Endlich. Und eine Sache hat mir die Geschichte zumindest gezeigt – dass ich mehr als bereit bin für eine feste Beziehung. Ich bin glücklich mit meinem Leben, es gibt nur diese eine Sache, die mir fehlt. Ich wünsche mir wirklich einen Partner, der mich liebt und mich das jeden Tag spüren lässt. Also mache ich mich wieder auf die Suche – oder noch besser, ich lasse mich finden ;-) Und erwarte erstmal nicht die große Liebe …

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